Fasciendistorsionsmodell FDM

Fasziendistorsionsmodel nach S. Typaldos (FDM)

Fascia: das Bündel, Bindegewebe

Distorsion: die Verformung, Verrenkung

Modell: zweckmässig, methodenneutral

Die wichtigsten Informationen über Faszien:

1. Faszien vermitteln im Körper zwischen Muskeln und Knochen. So sorgen sie für mehr Stabilität als Muskeln, aber gleichzeitig auch für mehr Mobilität als Knochen.

2. Fasziales Gewebe finden wir überall in unserem Körper. Jede einzelne Zelle wird von einer Faszie umhüllt. Würde es uns gelingen, den Inhalt der faszialen Umhüllungen zu entfernen, so würde trotzdem eine exakte Hülle des Menschen bestehen bleiben.

3. Faszien kann man zu den Sinnesorganen zählen. Sie enthalten mehr Nervenfasern als beispielsweise Haut oder Augen. Daher führt eine Störung in der Faszie auch oft zu sehr starken Schmerzen.

4. Über fasziale Ketten werden Spannungen im ganzen Körper verteilt. Physiologisch dient dies dazu, auftretende Kräfte durch Verteilung zu dämpfen. Pathologisch kommt es durch Restriktionen an einer Stelle zu einer Fehlspannung. Dies Fehlspannung kann auch an einem möglicherweise weit entfernten Körperteil auftreten.

5. Faszien unterstützen die Muskulatur bei Kontraktion. Sie halten den Muskel in seiner Form und bieten ihm ein Widerlager zum Kraftaufbau. Durch Vordehnung speichert die Faszie Energie, welche bei Bewegung dann zusammen mit dem Muskel frei gegeben wird (siehe Sperwerfer).

Das FDM (Fasziendistorsionsmodell) nach S. Typaldos ist ein Konzept, bei der mit speziellen Handgriffen die Spannung und das ungleiche Verhältnis zwischen Arbeit und Ruhe der Faszie reguliert wird.

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